Mond am Himmel mit Schrift: Warum der "blaue Mond" als besonders magisch gilt

Blue Moon – nicht wirklich blau aber magisch

Ein selten vorkommender Vollmond, der im Mai 2026 noch eine weitere Qualität hat und mich daran erinnert, dass das Besondere nicht immer groß strahlen muss.

Der Mai 2026 hat zwei Vollmonde: einen am 1. Mai und einen am 31. Mai. Und ein zweiter Vollmond im selben Kalendermonat wird „Blue Moon“ genannt.

Der Mond ist natürlich nicht wirklich blau. Der Ausdruck stammt offenbar aus der englischen Redewendung „once in a blue moon“ und er verrät uns, dass das Ereignis nicht sehr häufig vorkommt – nämlich nur alle zwei bis drei Jahre.

Weil er aus dem gewohnten Mondrhythmus herausfällt, gilt der „blaue Mond“ als besonders kraftvoll und seine Erscheinung wird gerne für Rituale rund um Wunscherfüllung, Loslassen und bewusste Neuausrichtung genutzt.

Ein besonderer Vollmond, der ein bisschen leiser kommt.

Denn dieser Vollmond ist außerdem ein Micromoon.

Viele kennen den Begriff Supermoon: Da sich der Mond ellipsenförmig um die Erde dreht ergibt es sich, dass er der Erde manchmal besonders nahe steht und uns dadurch etwas heller und größer erscheint als sonst.

Bei einem Micromoon ist es umgekehrt. Der Mond ist weiter von der Erde entfernt und wirkt dadurch etwas kleiner und sanfter schimmernd.

Und irgendwie hat mich das berührt: ein Vollmond der besonders ist – und trotzdem nicht laut kommt.
Denn im Leben ist es doch auch oft so:

Nicht alles, was kraftvoll ist, muss groß auftreten.
Nicht alles, was uns berührt, muss spektakulär sein.
Und nicht alles, was wertvoll ist, drängt sich in den Vordergrund.

Auch das kleine Glück zählt

Mich erinnert dieser Blue Moon deshalb an das kleine Glück im Alltag, das wir manchmal vielleicht zu wenig wertschätzen.

Nicht, weil es unbedeutend ist.
Sondern weil das Große oft mehr Aufmerksamkeit bekommt.

Die große Veränderung.
Die große Sehnsucht.
Das große Ziel, das irgendwann alles anders machen soll.

Und daneben gibt es die kleineren Momente, die weniger spektakulär wirken, uns aber trotzdem Kraft geben:

eine Erwartung, die wir ein bisschen herunterschrauben,
ein kleiner Wunsch, den wir uns erfüllen,
ein Etappensieg, der uns Mut macht.

Warum das Große oft anziehender ist

Große Wünsche und Ziele sind kraftvoll! Der Gedanke daran bringt uns zum Leuchten!
Es sind Leitsterne, die uns Orientierung geben und unserem Leben Bedeutung verleihen.

Sie können wie Magnete wirken, die uns nach vorne ziehen, Sie zu erreichen macht Spaß und lässt uns lebendig fühlen, weil wir dabei viel Neues entdecken.

Und nicht umsonst gibt es den schönen Satz: Greif nach dem Mond. Selbst wenn du ihn verfehlst, landest du immer noch bei den Sternen.

Aber manchmal schieben sich die großen Ziele so sehr in den Vordergrund, dass wir das Schöne am Weg dorthin kaum noch wahrnehmen.

Wir schauen dann nur mehr auf das was noch fehlt.
Auf das was noch nicht erreicht ist.
Auf das, was anders, schöner, leichter sein sollte.

Und öffnen damit die Türe zum Missmut.

Zufriedenheit ist kein Stillstand

Unzufriedenheit ist menschlich! Und ein wichtiger Antrieb für Veränderung – für den Wunsch, die Komfortzone zu verlassen und zu neuen Ufern aufzubrechen.

Aber zu viel Unzufriedenheit kann Stress erzeugen, der uns eher blockiert oder ausbremst.

Nicht immer dramatisch! Manchmal nur als leises Ziehen im Hintergrund. Als Gefühl, nie ganz da zu sein, wo man eigentlich sein möchte. Als ständiger innerer Druck, weiter sein zu müssen um endlich anzukommen.

Durch dieses Mangelgefühl wird der Blick enger und es entsteht eine Art Tunnelblick.
Wir verlieren leichter die Freude, die Geduld und manchmal auch die Orientierung. Warum haben wir uns überhaupt auf den Weg gemacht?

Das innere Gefühl der Zufriedenheit wiederum bedeutet nicht, dass man nicht unterwegs sein kann, dass es Fortschritt ausschließt. Im Gegenteil, für mich ist es vielmehr das Rüstzeug einer guten Wanderung.

Drei Fragen für den kommenden Blue Moon

Große Wünsche und Ziele geben uns die Richtung.
Das kleine Glück am Weg gibt uns die Kraft und Motivation, weiterzugehen.

Deshalb ist meine Idee, die besondere Energie, die dem Blue Moon zugeschrieben wird, diesmal für einen kleinen Blickwechsel zu nutzen.

Zum Beispiel mit diesen drei Fragen:

  • Was habe ich auf meinem Weg schon erreicht oder geschafft?
  • Was gönne oder erlaube ich mir zu selten?
  • Was will ich wieder mehr wertschätzen?

Damit ein Feld der Fülle und Anerkennung entsteht in dem Mangelenergie keine Chance hat.
Und wir wissen, es macht einen Unterschied, aus welcher Energie heraus wir uns etwas wünschen. 😉

Willst du bei meiner Idee mitmachen? Nimm Dir bewusst ein bisschen Zeit dafür und trage das „Date mit dir selbst“ in deinen Kalender ein

Mach einen besonderen Moment daraus

Setz dich mit einer guten Tasse Tee, Kaffee oder deinem Lieblingsgetränk und einem schönen Block hin und spüre den Boden unter den Füßen.

Atme einige Male tief ein und aus. Lass den Atem danach ruhig und gleichmäßig werden und fokussiere dich sanft auf das Pochen deines Herzens.

Notiere jede Frage auf ein separates Blatt und dann schreib einfach drauf los – ohne Anspruch auf perfekte Formulierungen.

Eine andere Variante ist, eine Sprachmemo-App zu nutzen. Mach es dir ebenfalls gemütlich, sprich eine der Fragen laut aus und dann nimm etwa 30 bis 60 Sekunden lang auf, was Dir dazu einfällt.

Das ist übrigens eine beliebte alternative zum Journaling!

Egal ob schriftlich oder mit Aufnahmegerät – wichtig ist, dass du nicht darüber nachdenkst, sondern es aus deinem Inneren heraussprudeln lässt – damit der Verstand gar nicht erst anfängt, es zu bewerten!

Danach stell dir vor, wie das Licht des Mondscheins Fülle und Freude über dich rieseln lässt wie der Wasserstrahl einer sanften Brause und wie sich dein Herz dabei mit Leichtigkeit, Freude und Dankbarkeit füllt.

Alle Wege führen zum Mond 🙂

Der Mond hat es den Menschen schon immer angetan. Ein beliebter deutscher Schlager aus meiner Kindheit handelt sogar vom Mann im Mond.

Wer auf Mondmystik steht, findet deshalb auch jede Menge Vorschläge im Netz für wunderbare, spannende, mystische Rituale.

Ich persönlich mag Mindset Techniken sehr – und gern auch mit ein bisschen esoterischem Zauber gewürzt. 🙂
Aber es gibt viele Wege, eine seltene Mondnacht zu genießen.

Und sei es einfach nur, sich beim Anblick daran zu erinnern, wie riesig und faszinierend das Universum ist – und wie klein manche unserer Sorgen dagegen erscheinen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen noch viele wundervolle Mondnächte.

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